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Redaktion: DOMUS Redaktion

Die vier Wände im besten Licht – vier Anregungen zur Vermarktung

Die idealste Immobilie bleibt unbewohnt, wenn sie nicht ansprechend am Markt präsentiert wird. Deshalb muss die Vermarktung stimmen – ganz gleich, ob ein Makler damit beauftragt wird oder ob Sie als Eigentümer die Vermarktung selbst übernehmen. Es gilt, die Immobilie würdig, ansprechend und gewinnbringend zu vermarkten. Zudem: Mit der richtigen Kombination aus Text, Bild und Verbreitung können Sie bereits im Angebot die gewünschte Zielgruppe ansprechen. Die folgenden vier Anregungen verhelfen der Vermietung Ihrer Immobilie zum Erfolg.

Eigene vier Wände

Spart Zeit und bringt Erfahrung mit: der Makler – diskret oder öffentlich

Die Beauftragung eines Maklers hat Vor- und Nachteile. Wollen Sie Zeit sparen und von der Erfahrung des Maklers am Immobilienmarkt profitieren, zögern Sie nicht. Möchten Sie selbst mit dem zukünftigen Mieter von Anfang an in Kontakt treten, kann sich Eigeninitiative auszahlen.

Der klare Vorteil eines Maklers ist, dass er Ihnen, nach entsprechender Beratung und Absprache aller Details, den größten Teil der Vermarktungsarbeit abnimmt. Insbesondere die Terminkoordinierung und die Organisation von Besichtigungen sind sein Metier. Sie liefern die Daten, die Details und die Immobilie.

Nachteil: Ein Makler kostet Geld – in Form der Provision, die bei erfolgter Vermietung fällig wird.

Sinnvoll ist es, einen Makler zu beschäftigen, wenn

Wird die Immobilie öffentlich ausgeschrieben, so kann der Makler sie an Kunden empfehlen, die sich für eine Immobilie Ihrer Art prinzipiell interessieren. Dies ist ein eindeutiges Pro für die Beauftragung eines Maklers. Die Kontakte eines Maklers sind oft Goldes Wert.

Ist es ratsam, die Immobilie durch diskrete Vermarktung an den Mieter zu bringen, so ist die Beschäftigung eines Maklers unbedingt zu empfehlen.

Eine diskrete Vermarktung schränkt den Kreis der potentiellen Interessenten und Mieter ein. Handelt es sich bei der zu verkaufenden Immobilie um ein exklusives Objekt, schützt eine diskrete Vermarktung die Daten und die Persönlichkeit des Vermieters und die Ausschreibung erfolgt nicht öffentlich. Dies verringert zwar den Kreis der potentiellen Verkäufer, macht ihn aber umso exklusiver und zuverlässiger. Der Kreis etabliert sich aus dem Kreis der Kontakte des Maklers. Er kennt schließlich die meisten Interessenten und ist gut vernetzt, auch mit anderen Maklern.

Haben Sie nicht die Absicht, einen Makler zu beschäftigen, seien die folgenden Anregungen für den Selfmade-Modus empfohlen. Achten Sie zunächst auf die perfekte Präsentation. Sie muss potentielle Mieter von vornherein ansprechen.

Ansprechend: die Präsentation mit Text, Foto und Video

Erstens: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Fotografieren Sie die Räume Ihrer Immobilie in einem guten Licht und die Fotos sprechen für sich – und direkt an.

Die perfekten Fotos:

Sparen Sie weder an der Kamera noch an der Bildqualität. Halten Sie die Bilder aber authentisch.

Der erste Eindruck im Bild

Fotos sind der erste Eindruck, der innerhalb kürzester Zeit entscheidet, ob der Interessent sich weiterhin für die Immobilie interessiert oder nicht. Der zweite Eindruck sind Fakten: Größe, Ausstattung, Art der Immobilie, Geschoss und Lage. Diese Fakten vermitteln Sie am besten mit Text. Der ideale Text ist wahrhaftig, offenbart Wichtiges und verschweigt nichts Relevantes. Sparen Sie nicht mit Informationen, aber schreiben Sie nicht zu viel. Kurz und knapp muss der Text sein und alle relevanten Informationen enthalten. Der Mieter möchte bei der Wohnungssuche nicht den Großteil der Zeit damit verbringen, den Beschreibungstext zu lesen.

 

Binden Sie die Zielgruppe

Der Text kann schon dazu dienen, die avisierte Zielgruppe in den Fokus zu nehmen. Sprechen Sie die Zielgruppe, die Sie als Mieter haben wollen, direkt an und betonen Sie spezifische Vorzüge. Sprechen Sie alleinstehende Mieter an, so betonen Sie die Vielfalt an Möglichkeiten zum Einkaufen und Ausgehen in Reichweite. Möchten Sie Familien als Mieter, so stellen Sie die sonnendurchflutete, aber zur Straße hin blickdichte Terrasse besonders heraus oder bewerben Sie die riesige Küche.

Sparen Sie nicht an den Fotos. 1-3 eindrucksvolle Bilder je Raum sind nicht zu viel.

Die Dynamik im Fokus: 360°-Rundgänge

Eine neue Methode, möglichst alles an einem Immobilienobjekt perfekt abzubilden, bricht die Zweidimensionalität der Fotos auf. Immer mehr Anbieter nutzen den 360°-Rundgang. Mit einem Weitwinkel von 360° kann selbst die beste Kamera schwer mithalten. Sie können das komplette Objekt abzubilden, ohne dass der Kameramann mit ihm Bild ist.

Sinnvoll sind solche 360°-Aufnahmen auch für die Besichtigung aus der Ferne. Wohnt der Interessent noch nicht am Ort und zieht erst dorthin, kann der 360°-Rundgang einen Vorab-Besichtigungstermin ersparen. Natürlich kann der Rundgang keinen Besichtigungstermin ersetzen, aber der virtuelle Rundgang kann einen Eindruck der Größe vermitteln und auch Mängel sichtbar machen, die sonst im Rücken des Fotografen bleiben würden.

 

Exposé und Energiewerte

Das Vermitteln des optischen Eindrucks durch Fotos ist für eine Immobilien-Annonce unabdingbar, der potentielle Mieter kann durch sie aber nicht erkennen, ob seine Wohnwand, seine lange Couch oder sein mehrere Meter messendes Bücherregal an der Wand Platz haben. Hinterlassen Sie in der Bildauswahl deshalb am besten ein Exposé, sodass der Mieter nachvollziehen kann, wie viele Meter Stellfläche ihm wo zur Verfügung stehen.

Nützlich ist auch die Aufnahme der Energiewerte. So kann der zukünftig mietende Verbraucher abschätzen, wie hoch die Kosten für Energie sein werden. Achtung: Optimieren Sie den Preis nicht nach unten, er sollte unbedingt realistisch angegeben und nicht beschönigt werden. Harte Zahlen bleiben harte Zahlen.

 

Begeisterung auf den realen Blick: Die Besichtigung

Nach der medialen Vermarktung folgt die Vermarktung in Präsenz: die Besichtigung.

Wenn auch die Praxis des Schlange Stehens vor der Immobilie in größeren Städten weit verbreitet ist, sollten Sie Einzeltermine vereinbaren. So entsteht beim zukünftigen Mieter nicht der Eindruck, das Vermieter aus den anstehend Hoffenden wählen könnte.

Warten Sie vor dem Haus auf den Interessenten und begleiten Sie ihn auf dem Weg in sein neues Domizil. Der Mieter in spe sollte nicht an seiner eigenen Wohnung klingeln müssen. Auf dem Weg durch das Treppenhaus können Sie bereits jetzt aufkommende Fragen beantworten. Der positive Effekt: Der Interessent fühlt sich von Anfang an hervorragend betreut. Als Vermieter bzw. Makler sind Sie stiller Begleiter. Stehen Sie zur Verfügung, wenn sich Fragen beim Interessenten ergeben, aber halten Sie sich zurück, um den notwendigen Freiraum zum Erkunden zu schaffen.

Selbstverständlich ist: Eine gut gereinigte Immobilie. Sie erhöht den Wohlfühlcharakter beim Interessenten und bürgt für Professionalität des Vermieters.

 

Transparenz, Dokumente und die passende Software

Zur professionellen Vermarktung gehört eine offene Kommunikation.

Für den Vermieter heißt das: Bleiben Sie transparent. Dies schafft Vertrauen beim Mieter und sorgt für einen erfolgreichen Abschluss.

Zur Transparenz gehört, dass Sie offenlegen, was für den Mieter Relevanz besitzt. Für ein Haus können dies Informationen zur Besonderheit der Umgebung sein, für eine Wohnung manch Eigenheit des Hauses und Informationen über gemeinsam genutzte Flächen. Seien Sie beim Verkauf so offen wie möglich. Verschlossenheit könnte dazu führen, dass unangenehme Wahrheiten erst spät offenbar werden und dass das Vertrauen des Mieters zum Vermieter nachhaltigen Schaden nimmt.

Transparenz seitens des Mieters wird dadurch geschaffen, indem er eine Mieterselbstauskunft unaufgefordert vorlegt. Dass dies bei der Besichtigung für einen schnelleren Abschluss sorgt, können Sie als Vermieter im Vorhinein gern erwähnen. Sie als Vermieter erkennen daran, ob der Mieter über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, um die Bonität und damit die monatlichen Mietzahlungen abzusichern.

Apropos Dokumente – Für die Erleichterung der Verwaltung können Dokumente wie die Mieterselbstauskunft und der Energieausweis problemlos digital archiviert werden, um ortsunabhängig darauf zugreifen zu können. Möglich macht dies die Software Homecase von Domus Software.